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Rasmus Østergaard ist Redakteur und Journalist bei Just Add People. Rasmus ist verantwortlich dafür, nützliche Informationen über den Friseurberuf und die Beauty-Branche für alle leicht zugänglich zu machen.
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22. Januar 2024
Du musst keine Ausbildung zum Friseur machen, um deinen eigenen Salon zu eröffnen oder dich selbst Friseur zu nennen. „Friseur“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Trotzdem entscheiden sich die meisten für die Ausbildung – zum einen, um ihr Handwerk besser zu beherrschen, zum anderen, weil „die 4-jährige Ausbildung“ für viele Kunden und Kollegen noch immer als Gütesiegel gilt.
Das liegt ganz bei dir. Frag dich selbst: Brauchst du sie? Macht sie dein Arbeitsleben leichter? Wenn du diese Fragen mit Ja beantwortest, dann mach sie.
Hast du dich entschieden? Super. Hier sind die vier Wege und wie du den findest, der zu dir passt.
GF1 ist für dich, wenn du direkt aus der 9. oder 10. Klasse kommst. Du hast eine kurze Pause gebraucht? Keine Sorge: Du musst die 9. oder 10. Klasse lediglich weniger als 14 Monate vor Schulbeginn abgeschlossen haben. GF1 dauert 6 Monate und verbindet Praxis und Theorie.
Manche überspringen GF1 vollständig. Wenn du vor Schulbeginn einen unterschriebenen Praktikumsvertrag hast und die Prüfung der 9. oder 10. Klasse bestanden hast, kannst du direkt mit GF2 weitermachen.
Nach GF1 setzt du deine Ausbildung mit GF2 fort. Das dauert 20 Wochen und vermittelt dir ein grundlegendes Verständnis für das Friseurhandwerk.
Wenn du mit einer neuen Meisterlehre beginnst, ersetzt du GF1 und GF2 durch eine praktische Ausbildung in einem echten Salon – klingt das nicht besser? Du musst trotzdem die Prüfung der 9. oder 10. Klasse bestanden haben und währenddessen drei Theoriefächer absolvieren. Wenn du wegen der Theoriefächer nervös bist, ist GF1/GF2 vielleicht doch der sicherere Weg. Nur weil es eine Abkürzung gibt, bedeutet das nicht, dass sie die richtige für dich ist.
EUX verbindet die Friseurausbildung mit einer gymnasialen Abschlussprüfung, sodass du gleichzeitig Zugang zu weiterführenden Ausbildungen und Studiengängen erhältst. Der Ausbildungsweg dauert 5 Jahre und 6 Monate – länger, aber eine gute Absicherung, falls du später feststellst, dass das Leben als Friseur doch nicht das Richtige für dich ist.
Im ersten Jahr geht es um die Grundlagen: Haarschneiden, Farbtheorie und Designprinzipien. Das klingt trocken, aber hier entwickelst du die Geschwindigkeit und Sicherheit, von denen du später bei deinen zahlenden Kunden lebst. Du lernst außerdem, sicher mit den Chemikalien umzugehen. Denk daran: Das ist echte Chemie, kein Spielzeug.
Der Teil, der die meisten überrascht, kommt im Hauptausbildungsabschnitt: Psychologie. Ich treffe oft auf Friseurauszubildende, die überrascht sind, wie sehr es in diesem Beruf um Menschen und weniger um Technik geht. Die besten Friseure, die ich kenne, haben nicht unbedingt die schärfste Schere – es sind die, denen die Kunden vertrauen.
Die Ausbildung endet mit einer Prüfung, in der du zeigst, dass du als Friseur selbstständig arbeiten kannst.
Das praktische Handwerk lernst du in der Ausbildung, aber du musst dich selbst trauen, deinen Ausbilder alles zu fragen, was du nicht weißt. Dafür lernst du nur selten etwas darüber, ein eigenes Unternehmen zu gründen, Umsatzsteuermeldungen abzugeben oder die Buchhaltung zu führen. Genau deshalb schreibe ich Beiträge wie diesen: damit du mehr über das erfährst, was du weder in der Schule noch im Ausbildungsbetrieb lernst.
Kann die Ausbildung deine Schneidetechniken verbessern oder dir ein besseres Verständnis für den Umgang mit Kunden geben? Dann melde dich an. Selbst wenn es nur wegen des Titels ist – melde dich an. Du solltest dich bei der Arbeit sicher und wohl fühlen, und wenn dir eine Ausbildung dabei hilft, ist sie es wert.
Träumst du schon davon, eines Tages deinen eigenen Salon zu haben, dann ruf mich an. Wir haben Friseure seit mehr als 30 Jahren bei solchen Entscheidungen unterstützt, und ich beantworte deine Fragen gerne – lange bevor du bereit bist, etwas zu kaufen.
Geschrieben von Rasmus Østergaard

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Rasmus Østergaard ist Redakteur und Journalist bei Just Add People. Rasmus ist verantwortlich dafür, nützliche Informationen über den Friseurberuf und die Beauty-Branche für alle leicht zugänglich zu machen.